Im neuen österreichischen Leitprojekt „Digibus Austria“ wird derzeit der zuverlässige und sichere Betrieb von automatisierten Kleinbussen im öffentlichen Personennahverkehr erforscht und erprobt. Testfahrten für Forschungszwecke werden in Salzburg und Niederösterreich durchgeführt. Fluidtime verantwortet die Integration des neuen Transportangebots in ein regionales Mobilitätssystem.

Selbstfahrende Minibusse könnten im Personennahverkehr zukünftig als Zu- und Abbringer zu intermodalen Mobilitätsknoten oder zur Erschließung von Ortszentren eingesetzt werden.Im neuen österreichischen Leitprojekt „Digibus Austria“ werden in den kommenden drei Jahren Methoden, Technologien und Modelle für den zuverlässigen und verkehrssicheren Betrieb von automatisierten Fahrzeugen für den Personennahverkehr als Zu-/Abbringer in einem regionalen, intermodalen Mobilitätssystem entwickelt und erprobt, um die Selbstständigkeit und Fahrsicherheit solcher Fahrzeuge weiter zu verbessern.

Die Ergebnisse aus dem Leitprojekt „Digibus Austria“ werden die Grundlage für ein österreichisches Referenzmodell für die Realerprobung und den Betrieb von hoch- bzw. vollautomatisierten Fahrzeugen im öffentlichen Personennahverkehr bilden.

Testfahrten auf öffentlichen und nicht-öffentlichen Teststrecken

Sämtliche Methoden, Technologien und Modelle werden im Leitprojekt „Digibus Austria“ auf einer nicht-öffentlichen sowie zwei öffentlichen, regionalen Teststrecken in Salzburg und Niederösterreich erprobt. Die ersten Testfahrten für Forschungszwecke werden ab Juni 2018 in der Salzburger Gemeinde Koppl stattfinden. Die Testfahrten auf öffentlichen Straßen werden helfen, speziell entwickelte Konzepte zur Interaktion mit Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmern zu testen. Ein geschulter Operator wird bei allen Testfahrten auf öffentlichen Strecken an Bord sein. Auf nicht-öffentlichen Strecken soll der Kleinbus unterschiedliche Fahrszenarien auch komplett autonom bewältigen.

Fluidtime und „Digibus Austria“

Im Rahmen des Projekts integriert Fluidtime den Digibus als Transportangebot in ein regionales Mobilitätssystem und verbindet ihn mit dem öffentlichen Nahverkehr vor Ort. Weitere Partner sind Virtual Vehicle Research Center, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Universität Salzburg – Center für Human-Computer Interaction, Universität für Bodenkultur – Institut für Verkehrswesen, Factum Chaloupka & Risser OHG, Kapsch TrafficCom AG, PRISMA solutions EDV-Dienstleistungen GmbH, Commend International GmbH, HERRY Consult GmbH, ÖBB-Holding AG, EasyMile SAS.

Das Leitprojekt läuft von April 2018 bis März 2021 und wird im Rahmen der Forschungsschiene „Mobilität der Zukunft“ vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie mit 2,5 Mio. Euro gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 4 Mio. Euro.

 

Weitere Informationen zum Leitprojekt werden auf www.digibus-austria.at veröffentlicht.